Unser letzter Tag in Rumänien begann damit, dass wir uns um 10 Uhr gefrühstückt am großen Stadtplatz Sibius versammelten. Herr Hopfmüller erzählte uns ein paar allgemeine Fakten über Sibiu und dessen Geschichte. Dann gingen wir los, um uns die Stadt anzuschauen. Wir besichtigten das Rathaus und die daneben stehende Kirche, gingen zur Orthodoxen Kathedrale und schauten uns diese auch von Innen an. Danach liefen wir bis zur evangelischen Stadtpfarrkirche und dem deutschen Gymnasium gegenüber und überquerten die Lügenbrücke, um in die untere Stadt zu gelangen.

Unser Rundgang endete am großen Markt und die Lehrer gaben uns daraufhin ein paar Stunden Zeit, diese wunderschöne Stadt nochmals alleine zu erkunden. Die meisten von uns machten Halt in ein paar Cafés und aßen etwas zu Mittag in einem Restaurant. Um 15:30 fuhren wir dann in mehreren Ta xis zum Flughafen, wo wir nach dem Check-in die Wartezeit damit verbrachten, dass WM-Spiel Belgien vs. England anzuschauen und alle Erfahrungen dieser Woche nochmal zu reflektieren.

Nach einem angenehmen Flug und einer sanften Landung in München verabschiedeten wir uns alle voneinander und wurden von einigen Eltern, die sich dankenswerterweise zum Fahrdienst bereit erklärt hatten, abgeholt und nachhause gefahren.

Da wir an dem heutigen Tag eine 5-stündige Reise nach Herrmannstadt (Sibiu) vor uns hatten, frühstückten wir früher als sonst und stärkten uns alle für die Fahrt. Nach einer anstrengenden, sehr verschlafenen, aber auch lustigen Fahrt kamen wir in Grossau an. In der Kirchenburg wurden wir sehr herzlich von einer deutsch sprechenden Dame empfangen.

Sie erzählte uns in der Kirche sehr spannend über die Gemeinde und die Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Dann zeigte sie uns den ‘Speckturm’, wo eine leckere Brotzeit auf uns wartete. Wir kauften alle fleißig ein und besorgten Mitbringsel für unsere Familien.

Nach Kaffee und Kuchen traten wir den restlichen Weg nach Herrmannstadt an und checkten in den beiden kleinen Hotels in der Altstadt ein. Danach machten wir einen Spaziergang durch die schöne Stadt. Am Abend waren wir dann mit rumänischen Lehrern vom Erasmus-Projekt zum Essen verabredet. Nach einem sehr leckeren und interessanten Mahl hatten wir noch die Möglichkeit, die Stadt ein wenig auf eigene Faust zu erkundigen.

Nach dem Frühstück stiegen wir alle in den Bus und fuhren zu einem Roma-Dorf, welches auf Karten nicht zu finden ist. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir in dem kleinen Dörfchen an und stiegen alle bei der Schule aus. Dort warteten schon sehr aufgeregte Roma-Kinder auf uns. Die Schule besaß zwei kleine Klassenräume, ein Lehrerzimmer und Toilettenräume. Nach einer kurzen Einführung durch Alin in einem der Klassenzimmer und einem Snack teilten wir je eine Tafel Schokolade an die Schulkinder aus, welche daraufhin mit strahlenden Augen aus dem Klassenzimmer liefen.

Es folgte ein Kennenlern-Spiel auf dem Pausenhof. Danach wurde der Rest von dem mitgebrachten Essen an die Kinder verteilt, woraufhin manche Kinder uns an den Händen fassten und uns zu ihren, meist einräumigen Häusern führten. Dort wurden wir mit offenen Armen empfangen, und versuchten, trotz Kommunikationsschwierigkeiten, unseren Dank für das angebotene Essen und Trinken auszudrücken. Anschließend kehrten wir zur Schule zurück und fuhren nach Rogoz, wo wir ein traditionelles nordrumänisches Haus und dessen Räume und Habseligkeiten kennenlernen durften.

Es folgte die Besichtigung einer Holzkirche, welche im Jahre 1632 gebaut worden war. Die Türen waren sehr niedrig gebaut, damit die Feinde nicht auf ihren Pferden in die Kirche eindringen konnten.

Dann fuhren wir über kurvige und holprige Strassen wieder zurück zum Tasuleasa-Gelände, wo wir schon mit Polenta an Steinpilzsauce erwartet wurden. Nun steht noch ein letztes Lagerfeuer auf dem Plan, bevor wir morgen nach Hermannstadt aufbrechen.

Nach einem köstlichen Frühstück arbeiteten wir weiter an unseren jeweiligen Stationen. Der Schutzwall, welchen wir aus mit Steinen gefüllten Gabbionen bauten, wurde immer länger, dennoch ließ unsere Motivation nicht nach. Zweieinhalb Stunden später erwartete uns ein leckeres Mittagessen. Es gab eine typisch rumänische Suppe und anschließend Chicken Wings mit Bratkartoffeln.

Gestärkt machten wir uns nach der Mittagspause wieder ans Werk. Leider überraschte uns kurz nach dem Wiederaufgreifen unserer Arbeit ein Regenschauer. Dieser konnte uns allerdings unsere Motivation nicht nehmen und so arbeiteten wir weiter. Durchnässt, aber guter Laune entschieden sich einige dann noch dazu,                                                                                             einen Sprung in den Weiher zu wagen.

Anschließend duschten wir alle warm und machten uns auf den Weg einen Bauernhof in der Nähe zu besichtigen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit den Geländewägen durch die dichten Wälder Transilvaniens empfing uns ein äußerst freundliches Ehepaar, welches uns ihren Hof mit vielen verschiedenen Tieren und großem Grund zeigte. Auch durften wir die hausgemachten Spezialitäten wie Käse, Schmand und Speck probieren.

Gesättigt und glücklich kehrten wir auf das Projektgelände und schauten uns gemeinsam das WM-Halbfinale Kroatien gegen England an.

 

Nach einem anstrengenden, aber sehr produktivem ersten Arbeitstag ging es zur selben Uhrzeit weiter. Die Folgen des Vortages waren durch schmerzende Schultern und Rücken bemerkbar, doch dies brachte uns nicht davon ab, weiter zu arbeiten. Wir arbeiteten bis Mittag an der Erneuerung des Zaunes und an dem Füllen der Gabbionen, anschließend wanderten wir auf den dem Projektgelände gegenüberliegenden Berg “Tasuleasa”, von welchem dieses Projekt seinen Namen erhielt.

Nach einer Pause mit Stärkung kehrten wir, kurz vor einem sich anbahnenden Regenerguss, auf das Projektgelaende zurueck. Dort wartete bereits Cordon Bleu auf die hungrigen Bergsteiger.

 

Leider konnte die Arbeit am Nachmittag nicht fortgesetzt werden, da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.Trotz alledem erklärten sich zwei Helfer bereit, den Zaun um einige Meter weiter zu erneuern. Im Gemeinschaftsraum fand sich der Rest der Gruppe zu einer Spielerunde zusammen. Um 7 Uhr gab es Pizza und Kuchen zum Abendessen. Anschließend verfolgten wir das WM Halbfinale zwischen Belgien und Frankreich.

Nach der langen Fahrt am vorherigen Tag waren wir sehr froh, dass es erst um 9 Uhr Frühstück gab. Die Dusche in der Früh war leider sehr kalt, da es noch kein warmes Wasser gab.

Um 10 Uhr, nachdem wir alle gesättigt waren, luden wir die von uns in Penzberg                                                                                   gesammelten Lebensmittel aus dem neuen Anhänger und dem Johanniterbus mit aus. Gleich danach sortierten 3 Mädchen die Lebensmittel nach Ablaufdatum, während 2 Jungs bei der Erneuerung des Zauns mithalfen. Der Rest von uns füllte schon aufgestellte Gabbionen mit Steinen auf, welche als Mauer dienen sollen, um den Teich vor Hangabrutschung und Verschmutzung zu schützen. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und es war nicht allzu warm.

 

Nach 3 Stunden Arbeit und einigen geschafften Metern begaben wir uns zum Mittagessen. Dort schlugen wir uns die Mägen mit Fleischbaellchen voll. Danach hatten wir 1 ½ Stunden für uns, welche uns die Möglichkeit zum Ausruhen gab. Um 4 Uhr setzten wir dann unsere Arbeit fort ,was uns mit Musik deutlich leichter fiel.

Um 6 Uhr war der Arbeitstag beendet und nach einer kurzen Dusche gab es auch schon Abendessen.

 

Am 08.07.2018 um 6:45 ist es endlich so weit: Das P-Seminar Rumänienhilfe bricht zum Münchner Flughafen auf. Nach einer anstrengenden 9-stündigen Reise erreichen wir das Projektgelände in Fintinele.

Freudig werden wir und die Lehrkräfte Hopfmüller, Stadler-Hopfmüller und Schröpel von den rumänischen Volunteers empfangen. Nach Beziehen der Zimmer und einem leckeren Abendessen geht es direkt weiter.

Ein Rundgang durch das Walderlebniszentrum des Projektgeländes und einem darauffolgendem Crashkurs fuer Rumänisch runden den Abend des ersten Tages perfekt ab.

Am 2. 12 machten wir uns an die Arbeit, unsere mühevoll vorbereiteten Sachen zu verkaufen. Unsere Hoffnungen bezüglich der Verkaufszahlen wurden nicht enttäuscht!

Der bekannte Bio-Glühwein ging mitsamt den Backwaren sehr schnell weg. Auch die selbstgemachten Adventskränze, die uns vom Elternbeirat spontan gespendet wurden, haben sich gut verkauft. Die Backmischungen, in die wir ja sehr viel Arbeit gesteckt hatten, und die selbstgemachten Vogelhäuser, wurden komplett verkauft, eine riesige Freude für uns.

Alles in allem haben wir über 1000,- Euro eingenommen – der Weihnachtsmarkt war also ein voller Erfolg!

Ein großes Dankeschön geht an den Förderverein, der unsere Standkosten übernommen hat und uns immer unterstützt. Weiterhin möchten wir uns noch beim Biomarkt Penzberg bedanken, welcher uns seit Jahren den leckeren Glühwein und Punsch sponsert. Ein großer Dank von uns geht auch an die Montessori Schule Penzberg, die uns ihre Küche zur Verfügung gestellt hat, sodass wir unsere Plätzchen alle zusammen backen konnten, was umso mehr Spaß gemacht hat!

Natürlich auch vielen Dank an alle Kundinnen und Kunden, die unsere Aktion durch ihren Einkauf unterstützt haben und vielleicht auch im nächsten Jahr am Stand anzutreffen sein werden.

Schon im späten Oktober begann die Vorbereitung des Marktes. Nachdem man sich auf alle Produkte geeinigt hatte, musste nur noch ein Ort her, da wir beschlossen hatten, gemeinsam alles herzustellen. Letzten Endes kam die Idee auf, die Montessori-Schule in Penzberg zu kontaktieren und zu fragen, ob wir ihre Küche benutzen dürften. Die Zusage kam und der Termin wurde für Ende November festgesetzt.

Die zu besorgenden Zutaten wurden auf alle verteilt und langsam sammelten sich auch mehr und mehr leere Milchflaschen aus Glas an, die dann später als Behälter für die Backmischungen gebraucht werden würden.

 

An einem Freitag trafen sich dann alle an der  Montessori-Schule. In der Küche verteilten    sich schnell alle Gruppen und fingen das Arbeiten an. In der einen Ecke wurde an Vogelhäuschen geschraubt, in der andere Ecke die bunten Armbänder und Schlüsselanhänger geflochten, an einer Arbeitstheke Backmischen eingefüllt und an der anderen verschiedene Plätzchensorten gebacken. Es wurde den ganzen Nachmittag lang in der Küche gearbeitet und eine Gruppe füllte sogar abends noch die übriggebliebenen Backmischungen in die Glasflaschen. Trotzdem überwog der Spaß die Arbeit – wir waren uns einig, dass wir diese Aktion sofort wiederholen würden!