Reisetagebuch Rumänien – Tag #4

Morgenrot, schlecht Wetter droht – Alles Andere als „nur“ eine Bauernweisheit. Am frühen Morgen dieses 12.7.17 scheint Sonne wie an keinem anderen Tag – doch sie ist nicht allein. Regenwolken bestimmen vom Frühstück an das wunderschöne Bergpanorama der Nordkarpaten. Der Regen lässt nicht lange auf sich warten. Während der gestrige Tag von Blitz und Donner aus nächster Nähe, nicht aber von Regen geprägt war, scheint es heute andersherum zu sein. An unserem letzten Tag auf dem Projektgelände müssen wir mit verkürzter Arbeitszeit und geringerem Fortschritt rechnen und der für heute Nachmittag geplanten Wanderung mit Skepsis entgegensehen.

Nichtsdestotrotz können die Arbeiten – wenn auch in ihrer Vollendung eingeschränkt – fortgeführt werden. Sogar an diesem regnerischen Morgen werden Fortschritte verzeichnet.

 

Während Johanniter Jochen den Regenwolken stets ein fröhliches Lachen entgegen zu setzen weiß, steht die Terasse  kurz vor ihrer Fertigstellung. Seine und Lorands Anwesenheit heben die Stimmung innerhalb der Truppe – und die Arbeitsmoral steigt proportional.

Das lang ersehnte Mittagessen nach diesem wechselhaften Morgen erweist sich als Wendepunkt unseres Geschicks – der Himmel klart auf! Jetzt steht unserer Wanderung nichts mehr im Wege!

 

Aufstieg:

Auf Schotterpisten und improvisiert wirkenden Wanderwegen, durch dichtes Gestrüpp und lichten Wald, über steile Trampelpfade und wunderschöne Blumenwiesen erklimmen wir gemeinsam mit einigen der Volunteers den Tasuleasa Berg.

 

Die Stimmung unter den Wandergesellen steigt mit jedem Schritt nach oben – analog zu dieser Entwicklung scheint sich diesmal auch das Wetter zu bessern. Die Sonne vertreibt auch die letzten Regenwolken, um uns einen schönen letzten Abend zu bereiten.

Gipfel: Am höchsten Punkt unserer Wanderung bietet sich uns ein atemberaubender Anblick: Eine vollkommen grüne Landschaft soweit das Auge reicht. Und während unsere Blicke schweifen, erhaschen wir einen Blick auf das Projektgelände von Tasuleasa Social. Der Fortschritt der Volunteers, die während unserer Wanderung auf dem Gelände weitergearbeitet haben, ist enorm. Innerhalb eines Nachmittags ist es ihnen gelungen, bei steiler Hanglage 15 Stützen zu befestigen und dort 14 Baumstämme aufzusetzen. Der „Längste Baum der Welt“ ist errichtet! Hut ab!

 

Ein schöner Abend, in der Tat. Nach einer letzten Großbesprechung fallen viele Worte der Dankbarkeit, gefolgt von Applaus und Händeschütteln, als Alin – Gründer, Leiter und engagierter Mitwirkender von Tasuleasa Social – die gemeinsamen Arbeiten von P-Seminar, Johannitern und Volunteers der letzten Tage lobt – und Jochen zum Mitarbeiter der Woche kührt.

Doch unsere Reise neigt sich noch längst nicht ihrem Ende. Teil der Besprechung ist u. A. der morgige Aufenthalt in einer rumänischen Familie. Wie auch letztes Jahr finden sich Paare aus jeweils einem Volunteer und einem von uns. Zu zweit werden wir einen Tag und eine Nacht in einem rumänischen Dorf verbringen. Das P-Seminar kann es kaum erwarten, diese Erfahrung machen zu dürfen! Zuvor sollten jedoch die gemeinsamen Errungenschaften der 4 Tage Tasuleasa Social gebührend gefeiert werden. Es wird viel geredet, gesungen und gelacht an diesem letzten Abend – selbstverständlich samt Lagerfeuer und Gitarre!

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